GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN
„…da ruhen die breiten Waldesrücken und steigen lieblich,
schwarzblau dämmernd ab gegen den Silberblick der Moldau...
Es wohnet unsäglich viel Liebes
und Wehmütiges in diesem Anblicke.”
A. Stifter: Der Hochwald
Stadt Horní Planá
Die Stadt Horní Planá breitet sich auf dem 48° 47‘ 30” des nördlichen Breitengrads
und auf dem 14 ° 02‘ 30” der östlichen geographischen Länge aus. Sie liegt am
schwachgeneigten linken Ufer des Lipno-Stausees. Die durchschnittliche Meereshöhe
von Horní Planá ist 776 Meter ü. d. Meerspiegel.
Nördlich von Horní Planá erheben sich der Dobrovodský-Berg und der Křížový vrch
(Kreuzberg). Durch Mělké sedlo (das Flache-Tal) können wir in nordöstlicher
Richtung auf den 914 m hohen Hobouvý vrch (Pilzberg) gelangen. Von den Gipfeln
her öffnet sich ein Ausblick auf den südlichen Teil des Böhmerwaldes und den
Lipno-Stausee. Bei guter Sicht kann man sogar die österreichischen Alpengipfel
erkennen.

Pohled z Houbového vrchu
Zur Zeit ist Horní Planá ein sich schnell entwickelndes Touristikzentrum. Der Lipno-Stausee und der Nationalpark Böhmerwald bieten hervorragende Bedingungen für Wassersport, Wanderungen und auch für Cyklotouristik. Im Winter findet man hier gepflegte Langlaufloipen und gut erreichbare Skizentren, wie Kramolín oder Hochficht (Österreich), die auch anspruchsvolleren Wintersportlern gerecht werden. Ein angenehmes Erlebnis ist auch Schlittschuhlaufen auf dem zugefrorenen Stausee.
Heute hat Horní Planá mehr als 2200 Einwohner und ist die größte Stadt am Ufer
des Lipno-Stausees. Zur Stadt Horní Planá gehören auch weitere Gemeinden, wie
z. B. Zvonková, Bližší Lhota, Hory, Pernek, Maňava, Jelm, Hodňov, Olšina, Žlábek,
Hůrka, Karlovy Dvory a Jenišov.
Die Geschichte von Horní Planá
Kostel Svaté Markéty
Der Stadtname wurde erstmals in der Urkunde vom Kloster in Zlatá Koruna als „Plan” erwähnt, später in der königlichen Urkunde vom Jahre 1349 als „Plana”, im ältesten Steuerregister vom Jahre 1445 als „Plan oppidum”, dann im Jahre 1493 als „Miestečko (Städtchen) Plané”, im Unterschied zu Planá bei České Budějovice (Budweis). In der Steuerliste vom Jahre 1653 ist die Stadt unter dem Namen „Oberplan” erwähnt. In verschiedenen Dokumenten steht „Ober Plan" geschrieben, seit dem Jahre 1918 auf deutsch „Oberplan” und auf tschechisch „Horní Planá”.
Horní Planá benutzt schon seit dem 15. Jahrhundert auch ein Stadtwappen- einen Bären mit einer Rožmberk-Rose in den Pratzen.
Bunt und vielfältig, so wie der ganze Böhmerwald, ist Horní Planá und ihre Umgebung. Neben den historisch und architektonisch attraktiven Plätzen der einzelnen Gemeinden und Siedlungen erfreut Sie der Blick auf den Lipno-Stausee sowie auf den wunderschönen Böhmerwald.
Die Dominante der Stadt ist die urspünglich gotische Kirche der Heiligen Margarete (1374). Die Kirche wurde später im pseudogotischen Stil umgebaut. Auf dem Chor befinden sich frühe Renaissancegemälde aus der Zeit um das Jahr 1520 und eine unikate Orgel von der Jägendorfer Firma J. Kloss. Interessant ist auch der Kirchturm, der in der Vergangenheit offenbar einen Verteidigungscharakter hatte. Auf dem Gipfel „Dobrá Voda” (des Gutwasserberges) befindet sich im Parkgelände am alten Wallfahrtsort eine Barockkapelle der Schmerzvollen Jungfrau Maria mit einer klassizistischen Orgel von J. Breinbauer.
Natur

Horní Planá
Die Landschaft des Böhmerwaldes und der Umgebung von Horní Planá überrascht Sie mit ihrer Vielfältigkeit- ob auf dem klassischen Wanderweg durch die Wälder, bei einem gemütlichen Spaziergang um den Lipno-Stausee, oder bei einer Fahrt auf einem der vielen Radwege.
Dank dem Landschaftsschutzgebiet, dem Nationalpark Böhmerwald, dem Militärgelände Boletice und nicht zuletzt auch dank dem in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts geschlossenen Grenzgebietes wurde die anziehende Landschaft und Natur von Horní Planá und ihrer Umgebung erhalten.

Krajina kolem Horní Plané
Nördlich von Horní Planá befindet sich der militärische Übungsplatz Boletice. Dank einer abweichenden Bewirtschaftung und eines anderen menschlichen Einflusses konnte man hier "Das bedeutende Vogelgebiet des Jahres 2006 - Teil des Vogelgebietes Natura 2000” ernennen. Man kann kaum glauben, dass der scheinbar unwiertliche, von Panzern zerwühlte Übungsplatz zum Beispeil zum Lebensort der Waldlerche wurde.
Ein Teil des Übungsplatzes wurde im Jahre 2006 wegen seiner touristischen Anziehung und seiner biologischen Einmaligkeit für die „softe Touristik” zugänglich gemacht. Bewegen kann man sich hier ganzjährig nur auf ausgewiesenen Wegen und in beschränkter Zeit (samstags, sonntags und an den Feiertagen von 7.00 bis 21.00).
Aktuel informationen: www.horniplana.cz

Tento projekt je spolufinancován Evropskou unií a Jihočeským krajem v rámci Společného regionálního operačního programu - grantové schéma 4.1.2. na podporu regionálních a místních služeb cestovního ruchu v Jihočeském kraji pro veřejné subjekty.

